Schlittenhunde und eine Erkältung.

 Nach unserem Einzug in Bryn Shander mit den zwei Schlitten wurde gemeinschaftlich beschlossen, umgehend vier Schlittenhunde zu kaufen. Nun gut, vielleicht nicht ganz gemeinschaftlich; ich wollte mich eigentlich aus der Sache raushalten, aber nachdem alle Anwesenden begeistert ihre Belohnung (Edelsteine!) für die Tiere ausgaben, war es mir emotional schier unmöglich, nicht ebenfalls mitzumachen. Außerdem war Wilhelm, der Recke aus Sembia, nicht nur kindlich begeistert sondern auch bankrott.
Den Tieren wurden auch gleich Namen gegeben; soweit ich es mitbekommen habe heißen zwei der Hunde Olaf (Wilhelms Entscheidung), einer Klaus (???, die Entscheidung von Jannus), und den letzten Namen habe ich mir nicht gemerkt. 

Danach ging es ab in die Schänke 'Nordblick', wo die Einheimischen unsere Tat mit Bier und warmem Essen feierten. Meine Stimmung war trotz der Angelegenheit mit den Ausgaben für Schlittenhunde sehr gut, und als ein auffällig in einen kapuzenbewehrten Umhang gekleideter Mensch sich zu uns gesellen wollte, lud ich ihn gleich ein, sich zu uns zu setzen. Scheinbar wußte er von unserem Erfolg bei der Schlittensuche noch bevor wir zurückgekehrt waren - jetzt, wo ich darüber nachdenke, kommt mir das schon recht eigenartig vor. Aber was solls, man feiert nicht jeden Tag den heldenhaften Sieg über Goblins! Außerdem teilte besagter Mann (Androvar? Arovard? irgendetwas ähnlich klingendes auf jeden Fall) eine Pfeife mit uns allen; ich habe schon lange keine gute Pfeife mehr geraucht, und eines muß man dem Kerl lassen: mit Kräutermischungen kennt er sich aus! 

Schließlich begaben wir uns alle mehr oder weniger aufrecht in den Schlafsaal der Taverne - teils mehr fallend als gehend; Wilhelm war im Stall bei den Hunden eingeschlafen. Am nächsten Morgen dann merkte ich, daß die Erkältung der Brust, die ich mir bei unserer Reise zum Grat der Welt zugezogen hatte, immer noch nicht zur Gänze auskuriert war. Es wurde beschlossen, nach Termalaine zu ziehen, um uns die Sache mit der Mine, von welcher Akola berichtet hatte, näher anzusehen. Und siehe da, ich habe meine Meinung zu dem Schlitten etwas geändert! Zwar finde ich noch immer, daß es sich um ein wandelndes Ziel handelt, aber da ich die Reise warm eingemummt im hinteren Teil des Dinges verbringen konnte (großteils vor mich hin dösend) bin ich bereit einzugestehen, daß es beim Krankentransport durchaus gute Dienste leistet. 

Bei unserer Ankunft in Termalaine hatte sich mein Zustand verschlechtert, und ich wurde in ein Gasthaus gebracht, um dort meine Gesundheit wiederzuerlangen - während der Rest sich ans Abenteurern machte. Wohltuende Wärme für mich!

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